Die vergangene Frostperiode führte zu mehreren Wasserrohrbrüchen auf dem Campingplatz Bärensee. Das zwingt die Stadt Bruchköbel zu entsprechenden Reparaturmaßnahmen. Die Wasserzuleitung muss unverzüglich und sofort (ab 25.01) abgestellt werden, da große Mengen Wasser derzeit ins Erdreich fließen. Nur so können weitere Beschädigungen des Campinggeländes verhindert werden.
Für Kurzzeicamper ist der Platz dahe ab sofort geschlossen. Die Stadt Bruchköbel als Betreiber des Campingplatzes Bärensee bittet alle Dauercamper, für mindestens zwei Wochen auf die Nutzung der gepachteten Grundstücke zu verzichten. Die gesamte Anlage wird für den Zeitraum der Reparaturmaßnahmen weder Wasser und teilweise auch keinen Strom haben, sodass eine Nutzung der Parzellen nicht möglich ist. Derzeit koordiniert die Betriebsleitung mit Fachfirmen die weiteren Maßnahmen, um eine zügige Reparatur umzusetzen. Dennoch wird die Sperrung voraussichtlich zwei Wochen anhalten.
Zum Thema Strom: Die Stadt verknüpfen einige notwendigen Arbeiten im Bereich Strom mit der Reparatur der Wasserleitungen, um die Einschränkungen am Platz auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Der Strom muss nur punktuell für gewisse Arbeiten abgeschaltet werden. Beispielsweise wird ein neuer Stromverteilerkasten gesetzt und ein defektes Stromkabel getauscht. Hierfür ist der Strom für zwei bis drei Tage abgestellt. Allerdings ist diese Maßnahme wetterabhängig, sodass eine Information der betroffenen Pächter auch kurzfristiger erfolgen kann. Die jeweils betroffenen Pächter, die auf ihren Parzellen trotz des abgestellten Wassers bleiben wollen (was sie natürlich auch weiterhin tun dürfen), werden darüber informiert. Diese Maßnahmen werden nur einen Teilbereich des Campingplatzes betreffen.
Dauer der Arbeiten an den Wasserrohren: Zuerst müssen die genauen Rohrbrüche lokalisiert werden. Das wird auf dem weitläufigen Gelände die meiste Zeit in Anspruch nehmen. Teilweise werden Rohrbrüche unterhalb der Bestandsparzellen vermutet. In diesem Fall sind die betroffenen Leitungen zu finden. Da ein Rohrbruch unterhalb einer vollständig bebauten Parzelle schwieriger zu reparieren ist, muss von einer länger andauernden Reparaturmaßnahme ausgegangen werden. Die Stadt versucht, durch eine zeitgleiche Erneuerung von Wasserschiebern eine sukzessive Wiederherstellung der Wasserversorgung zu ermöglichen.
Zum Vergleich: Letztes Jahr gab es einen einzelnen Rohrbruch im Bereich der Hauptstraße, die Reparatur hat – ohne Leckage-Ortung – eine Woche gedauert, obwohl alle wegen der Sperrung der Landesstraße unter Hochdruck daran gearbeitet haben. Und: Wenn die Maßnahme am Campingplatz früher beendet ist, wird auch früher wieder die normale Wasserzufuhr realisiert. Der Zeitrahmen ist lediglich eine Schätzung der Fachfirma. Das bedeutet, es kann im schlimmsten Fall auch länger dauern.
Zur Nutzung der Parzellen durch Dauercamper: Es wird niemand gezwungen, seine Parzelle während der Reparaturarbeiten der Wasserrohrbrüche zu verlassen. Allerdings wird der Campingplatz aufgrund von Erdarbeiten nur eingeschränkt befahrbar sein. Außerdem besteht während der Reparaturzeit keine Wasserentnahmemöglichkeit auf dem Campinggelände. Grundsätzlich müssten allerdings alle Camper einen Hauptwohnsitz haben, da es nicht erlaubt ist, auf dem Campingplatz dauerhaft zu wohnen. Die Schranken werden zu den normalen Öffnungszeiten des Platzes weiterhin geöffnet sein.
Es erfolgt eine Minderung der Pacht für den Zeitraum der eingeschränkten Nutzung der Parzellen. Bei einer aktuell durchschnittlichen Jahrespacht werden es Beträge im Bereich von 20 bis 40 Euro sein, je nachdem, wie lange die Einschränkungen andauern werden.


