An der Kita Spatzennest sammelt der neugegründete Förderverein zurzeit Spenden, um Rilo, der sein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) dort absolviert hat, einen Ausbildungsstart nach den Sommerferien zu ermöglichen. Rilo kam über das Austauschprogramm „Weltwärts“ aus Madagaskar nach Bruchköbel.
Leider ist es trotz aller Bemühungen der Stadt nicht gelungen, dass die Ausländerbehörde die vorläufige Aufenthaltserlaubnis für den jungen Mann für die Wartezeit bis zum Start seiner Erzieherausbildung verlängert. Bürgermeisterin Sylvia Braun hat sich persönlich an die politischen Vertreter auf unterschiedlichen Ebenen gewandt, um eine pragmatische Lösung zu finden. Aber bedauerlicherweise ist die Rechtslage so, dass er erst mit Beginn der Ausbildung bei der Berufsschule angemeldet werden kann. Und erst mit dieser Anmeldung erhält er eine Aufenthaltserlaubnis, die es ihm ermöglicht zu arbeiten. Das heißt, wenn im Mai das FSJ von Rilo endet, hat er bis August keine Möglichkeit zu arbeiten, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen oder seine Miete zu bezahlen.
Der Förderverein der Kita Spatzennest möchte Rilo darum unterstützen, da der junge Mann in den vergangenen Monaten zu einer wichtigen Stütze im Kindergarten in Oberissigheim geworden ist. Bürgermeisterin Braun begrüßt die Elterninitiative ausdrücklich und bedauert gleichzeitig, dass die aktuellen gesetzlichen Regelungen den Einsatz von ausländischen geeigneten Fachkräften derart erschweren.


