Historische Entscheidung für Bruchköbel

Die Bruchköbeler Stadtverordneten haben gestern Abend den langerwarteten Startschuss für den Innenstadtumbau gegeben. Mit der Mehrheit der Stimmen von CDU, SPD und Bündnis90/DIE GRÜNEN wurde der Zuschlag für das Angebot des renommierten Unternehmens Schoof Immobilien GmbH aus Frankfurt erteilt. Damit ist der Magistrat ermächtigt, die erforderlichen Verträge mit dem Unternehmen abzuschließen. Die endgültige Vertragsunterzeichnung wird zeitnah in den nächsten Wochen erfolgen. Die Baugenehmigung liegt bereits vor, sodass noch im Herbst diesen Jahres mit dem Bau begonnen werden kann. Außerdem stimmten die Stadtverordneten dem Verkauf einer Teilfläche des Geländes zu, auf der der Investor einen Vollversorgermarkt errichtet. „Die Stadtverordneten haben grünes Licht für ein Projekt gegeben, dass seit über sieben Jahren sorgfältig vorbereitet und geplant wurde“, freut sich Bruchköbels Bürgermeister Günter Maibach. „Unser Ziel ist ein belebtes Zentrum mit viel Grün und großer Aufenthaltsqualität. Mit diesem Konzept haben wir Verantwortung für unsere Stadt übernommen und namhafte Bieter überzeugt. Jetzt kann die Umsetzung endlich beginnen.“

Das Angebot des Bauunternehmens Schoof Immobilien GmbH ist im Rahmen eines sogenannten wettbewerblichen Dialoges ausgewählt worden. Die Stadt hat die umfangreichen Planungen im Vorfeld selbst erarbeitet und allen Bietern vorgegeben. Der erste Teil des Auftrages umfasst den Bau des multifunktionellen Stadthauses, des Stadtplatzes und der gesamten Tiefgarage mit 226 modernen Parkplätzen und mehreren E-Ladesäulen im Zentrum Bruchköbels. Kriterien für die Auswahl waren das wirtschaftlichste Angebot (80 Prozent) und städtebauliche und funktionale Aspekte (20 Prozent). Das Volumen beträgt rund 26.8 Millionen Euro. Das Bauunternehmen wird den Auftrag als Generalunternehmen zum Pauschalpreis ausführen.

Der Verkauf des Grundstückes am Standort des Bürgerhauses wird in einer gesonderten Sitzung nach der Sommerpause vergeben. Der Käufer wird hier ein modernes Wohn- und Geschäftshaus mit einer Tiefgarage errichten. Auch für diesen Teil des Projektes liegen bereits mehrere verbindliche Angebote bekannter und qualifizierter Unternehmen vor.

Stadthaus, Stadtplatz, Nahversorger und Tiefgarage werden voraussichtlich im Jahr 2022 fertiggestellt, das Wohn- und Geschäftshaus dann ein Jahr später.

Neues Portal für die Stadtentwicklung

Hier kommen Sie auf die Seite: www.aufbruchköbel.de

Lesen Sie hier auch unsere aktuelle Stadtinfo spezial.

 

 

Auf Bruchköbel! Marketing- und Gewerbeverein und Stadtmarketing geben Infos zur Innenstadt

Mit einer gemeinsamen Kampagne „Auf Bruchköbel“ werben und informieren der Marketing- und Gewerbeverein Bruchköbel und das Stadtmarketing Bruchköbel rund um das Projekt Innenstadt. Stimmen aus der Händlerschaft und von Bürgerinnen und Bürgern vermitteln Vorfreude auf die Zukunft der Stadt. Eine Animation zeigt, wie die Stadt nach dem Bau aussehen wird. Ein Faktenüberblick vermittelt Zahlen und Informationen. 

So ging dieser Tage die Website www.aufbruchkoebel.de ans Netz. Es folgt eine Broschüre, die in alle Haushalte verteilt wird und im Handel und im Bürgerbüro ausliegt. Ein Sommerprogramm mit Infoständen und ein dreitägiges Open-Air-Kino auf dem Parkdeck sollen die Vorfreude auf den neuen Kulturplatz wecken und die Wartezeit bis zum Projektstart verkürzen. Weitere Möglichkeiten der persönlichen Information bieten Infopoints an den Veranstaltungen.

Das Open-Air-Kino wird am 22., 23. und 24.8. in Kooperation mit den beiden Kulturvereinen Wundertüte und Kulturring e.V. organisiert.

„Wir wollen mit der Aktion den Stolz auf unsere Stadt und die Planung verdeutlichen,“ erklärt Stadtmarketingchefin Andrea Weber. „Auf Bruchköbel“ steht auch für den Start einer umfassenden Stadtentwicklung die über das neue Stadtzentrum hinausgeht. Wie das „Leitbild Bruchköbel 2025“ bereits mit Umsetzungsideen verdeutlicht, geht es u.a. um Fragen des Verkehrs, der Mobilität, der Anbindung an die Stadtteile, die Verschönerung des Freien Platzes, den Umbau des Alten Rathauses und vieles mehr. „Auf Bruchköbel“ steht für den gesamten kommenden Prozess der Stadtentwicklung.“

Für die Bürgerinnen und Bürger, den Handel und die Gäste in der Stadt ist es wichtig, das mit „Auf Bruchköbel“ und „Bruchköbel baut“ gleich zwei Absender bereitstehen, die informieren geben und die anstehende Baustellenzeit überbrücken und begleiten. 

„Unsere Händlerinnen und Händler und alle Besucher und Einwohner der Stadt sind angewiesen auf ein Baustellenmarketing und auf eine ansprechende Stadtentwicklung,“ so Jasmine Vero, erste Vorsitzende des Marketing- und Gewerbevereins Bruchköbel. „Daher engagieren wir uns für dieses Projekt zur Stadtentwicklung.“ 

Interview von Bürgermeister Günter Maibach im Bruchköbeler Kurier

Bürgermeister Günter Maibach

Die Planungen für Bruchköbels neues Zentrum sind abgeschlossen, die Angebote liegen vor. Am 25. Juni müssen die Stadtverordneten entscheiden. Ist das Projekt, wie oft zu lesen, zu groß und zu teuer? Dazu Bruchköbels Bürgermeister Günter Maibach:

Fakt ist: 26,8 Millionen hört sich auf den Blick viel an.  Wir reden aber über ein Projekt dessen Nutzung auf fünfzig, vielleicht mehr Jahre angelegt ist. Gegenfrage: was kostet heute ein normales Einfamilienhaus? Freistehend in Bruchköbel 450.000 Euro und mehr, ohne Grundstück, wohlgemerkt.  Maintal plant allein für ein neues Schwimmbad bis zu 22 Millionen Euro auszugeben. Man muss das glaube ich alles mal in Relation setzen. Und: Wir haben Verantwortung für unsere Stadt übernommen und die Planung dessen, was in unserem Zentrum entsteht, gemeinsam entwickelt. 

Wir bekommen ein Gebäude mit vielfältigen Möglichkeiten für alle kulturellen Angebote, eine Gastronomie samt Biergarten, Räume für die Verwaltung, ein Familien- und Sozialzentrum, einen Stadtplatz samt Bühne für Veranstaltungen mitten in der Stadt und eine Tiefgarage mit über 220 Plätzen. Neue Wohnungen und Platz für weitere Geschäfte und Ärzte.

Ein Rathaus, in unserem Fall ein Stadthaus und sein Umfeld, war schon immer ein Gebäude, das eine Stadt repräsentiert. Auch das sollte man nicht vergessen.

Lassen Sie mich auch ein Wort zu den Kritikern sagen, die die Verwaltung nicht mitten in der Stadt sehen. Von den rund 300 Mitarbeitern der Stadt arbeiten aktuell rund 60 im sogenannten Rathaus. Alle anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten in den Kitas, im Bauhof, im Schwimmbad und am Bärensee. Sollen wir für 60 maximal 70 Mitarbeiter ein Verwaltungsgebäude außerhalb der Stadt bauen?

Es heißt immer, es wäre auch eine Nummer kleiner gegangen?

Viele der Kritiker vergessen, dass wir hier kein reines Rathaus bauen, sondern ein Stadthaus, das eben Rathaus, Familien- und Sozialzentrum und Bürgerhaus zugleich ist. Aus drei Gebäuden, die einst rund 50.000 Besucher im Jahr allein zu Kursen aufsuchten, wird ein neues Haus. Und wir bekommen einen Platz für kulturelle Ereignisse. Haben wir schon am historischen Rathaus, sagen viele. Aber man darf nicht vergessen, dass die Hauptstraße- eine Landesstraße- maximal fünf Mal im Jahr gesperrt werden darf, um den freien Platz am alten Rathaus optimal nutzen zu können. 

Auch die neue Tiefgarage hätte nicht sein müssen, ein neues Parkhaus wäre billiger gewesen?

Klar wir hätten wir ein hässliches Parkhaus gegen ein neues, bestimmt nicht viel hübscheres Parkhaus ersetzen können. Aber das wäre auch nicht billig geworden. So wie wir die Tiefgarage besonders gegen Wasser schützen müssen, müssten wir das bei einem Parkhaus auch – sprich, es müsste auf eine Pfählung gestellt werden. Und: es würde uns den Raum für einen urbanen Platz zwischen Krebsbach Supermarkt und Stadthaus wegnehmen. Auch auf neue Wohnungen wäre dann kein Platz mehr geblieben.

Warum wurde dass das Rathaus schon abgerissen?

Kein Unternehmen lässt sich heute noch auf eine Planung ein, ohne zuvor den Baugrund untersucht zu haben. Wie ist die Bodenbeschaffenheit? Ist der Baugrund belastet? Das alles muss untersucht werden und geht nicht mit einem noch stehenden Gebäude und es braucht Zeit. Zudem haben wir die günstigste Angebotsphase für den Abriss genutzt. Ein leerstehendes Gebäude ist nicht besser.  

Verfolgen Sie eigentlich die Dispute in den Sozialen Medien?

Ja klar. Ich beteilige mich sogar hier und da mal. Typisch für diese Medien ist, dass oft nur einige wenige Personen sich aktiv an Themen beteiligen. Viele andere lesen nur mit. Mich ärgert manchmal, wie massiv hier dann wenige Personen mit Unwissen oder gar mit Absicht Stimmung gegen oder für ein Thema machen. Da hilft nur, wenn jeder sich selbst informiert.  Bei einem umfangreichen Thema wie dem Stadtumbau, keine leichte Aufgabe. Ein Beispiel: das Forum Bruchköbel hat über 4350 Mitglieder. Die Plattform wird, wenn es um den Stadtumbau geht, normalerweise komplett von vielleicht zehn Leuten beherrscht, die permanent diskutieren. Ich weiß nicht, ob das informiert.

„Unternehmen investieren, wenn sich die Anschaffungskosten amortisieren. Politiker geben das Geld der Bürger aus. Und in diesem Fall völlig nutzlos“. Stammt auch aus dem Internet.

Habe ich gesehen, aber nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich.

Erstens: eine Stadt ist kein Unternehmen.  Bund, Ländern, Kreisen, Kommunen   obliegt die Daseinsvorsorge. Das heißt: sie stellen sicher, dass Bedürfnisse der Bürger erfüllt werden. Das gilt für den Straßenbau, für den öffentlichen Verkehr, eine funktionierende Verwaltung, Abfallwirtschaft  und auch für das Vorhalten von Räumen für Kulturelles und mehr.  Dies muss und kann nicht rentierlich sein. Und diese Leistungserbringung steht immer vor der Wirtschaftlichkeit.  Sie sind unabhängig davon zu erbringen, ob betriebswirtschaftliche Erträge generiert werden können. Und eben dafür zahlen wir Steuern.

Zweitens: Ja, Politiker geben das Geld der Bürger aus. Das ist ihre Aufgabe, dafür sind sie gewählt. Sie sollen es aber sinnvoll und mit Augenmaß tun. Genau das machen wir.

Drittens: ich glaube die dritte Aussage muss nicht kommentiert werden.

Bruchköbel verschuldet sich so, dass unsere Enkel noch zahlen müssen heißt es immer wieder?

Sehen Sie sich die Finanzierungsübersicht in der Beschlussvorlage für die Stadtverordnetensitzung am 25.6. an. Wir haben 27,8 Mio. Euro im Haushalt durchgeplant und genehmigt ohne das weitere Einbußen erfolgen. Die ab 2022 notwendigen, weiteren 5,7 Mio. Euro für Maßnahmen der Stadtkernsanierung und weitere, den Bau begleitende Maßnahmen, sind schulterbar. Der Vorschlag dazu lautet diese Mittel aus Erlösen zu nehmen, die die Stadt aus Grundstücksverkäufen in den letzten zehn Jahren bereits erwirtschaftet hat. Auch im Haushalt 2018 war die neue Mitte schon eingepreist und er schloss im Plus ab. Steigende Gewerbesteuereinnahmen von Firmen auf dem Fliegerhorst werden uns weiter entlasten und lassen uns handlungsfähig bleiben.

Und: keiner spricht von den weiteren, privaten Zusatzinvestitionen die eine solche öffentliche Investitionsmaßnahme für die Stadt nach sich zieht. Diese liegt nach Studien im Durchschnitt mindestens dreimal so hoch wie das, was wir aufwenden. Darauf sollte man nicht verzichten.  

Das Projekt wird 5,7 Millionen teuer als geplant lautete diese Woche eine Schlagzeile. Ist das so?

Ja. Aber im Wesentlichen nicht für das eigentliche Bauvolumen. Dieser erweitert sich um die halbe weitere Tiefgarage und trotzdem haben uns die Angebote der Bauunternehmen den Preis bestätigt, den wir auch eingeplant hatten. Also knapp 27 Mio. Euro. Wir haben jedoch dann in den Folgejahren noch weitere Kosten zu tragen wie die Stadtkernsanierung am Inneren Ring, Brückenbaumaßnahmen und baubegleitende Dienstleistungen.    

Letzte Frage: was sagen Sie zu der Aussage das geplante Gebäude sei nicht schön?

Dazu kann ich nur sagen: Über Geschmack lässt sich nicht streiten. Was der eine schön findet, findet der andere eben nicht schön. Aber das war schon immer so.

 

 

Bauunternehmen für neues Stadtzentrum ausgewählt

Der lange vorbereitete und rund zwölf Monate dauernde Wettbewerbliche Dialog zur Vergabe der Bauaufträge für Bruchköbels neues Stadtzentrum ist abgeschlossen. Im ersten Schritt soll die Vergabe für das Stadthaus, die Außenanlagen und die komplette Tiefgarage erteilt werden.

Hierfür wird das wirtschaftlichste Angebot berücksichtigt. Demnach soll ein renommiertes und erfahrenes Unternehmen der Bauwirtschaft das Stadthaus, die Tiefgarage und Außenanlagen zu einem Festpreis als Generalunternehmer bauen.

Für die ausgeschriebenen Leistungen haben am Ende der Dialogphase drei Bieter verbindliche Angebote abgegeben. Durch die pauschale Angebotsvergabe als Generalunternehmerleistung auf der Basis eines umfangreichen, stadtseits beauftragten Planwerks entsteht Kostensicherheit.

Im Auftragsvolumen von rd. 26,8 Mio. Euro enthalten ist, anders als ursprünglich kalkuliert, der Bau der gesamten Tiefgarage, die unter dem Stadthaus, Stadtplatz und Nahversorgermarkt gebaut wird. Die Tiefgarage wird Platz für 226 moderne Parkplätze, Fahrradstellplätze und E-Ladesäulen im Zentrum Bruchköbels bieten.

Bürgermeister Günter Maibach sieht im Betrieb und Vorhalten der modernen Tiefgarage im Zentrum vor allem einen Standortvorteil und die Erhöhung der Aufenthaltsqualität. „Das Innenstadtareal bietet nur mit einer Tiefgarage genug Platz für die entscheidenden Kriterien, die künftig ein beliebtes und damit belebtes Stadtzentrum ausmachen. Dazu gehören hochwertige Grün-, Wasser- und öffentliche Aufenthalts- und Aktionsflächen sowie attraktiver Wohnraum. Im Laufe der Verhandlungen mit den Investoren ist uns zudem klar geworden, dass es für die Stadt viele Vorteile bietet, die Tiefgarage selbst zu bauen und zu betreiben. So kann der Eigentümer die Höhe der Parkgebühren festlegen. Möglich wird vergünstigtes Parken am Abend und bei ausgewählten Veranstaltungen. Geplant ist außerdem, mit dem Bruchköbeler Einzelhandel ein Rückvergütungs-system zu etablieren. Dies alles wird wesentlich vereinfacht, wenn die Stadt selbst der Betreiber der Tiefgarage ist,“ fasst der Rathauschef zusammen.

Das obsiegende Unternehmen wird neben dem Bauauftrag eine Fläche von ca. 4.750 Quadratmetern von der Stadt erwerben, um hierauf den geplanten Supermarkt zu errichten. Für 80 Stellplätze, die tagsüber dem Supermarkt zur Verfügung stehen sollen, wird eine Miete an die Stadt gezahlt. Die Stellplätze werden 90 Minuten für die Kunden des Supermarkts kostenlos nutzbar sein.

Für Teil zwei des umfangeichen städtebaulichen Vorhabens in Bruchköbels Zentrum, das Wohn- und Geschäftshaus auf dem Grundstück des jetzigen Bürgerhauses, haben ebenfalls zwei namhafte Bieter der Bauwirtschaft verbindliche Angebote abgegeben. Über die Vergabe soll direkt nach der Sommerpause entschieden werden.

Nach Abschluss aller Bauarbeiten rechts und links des Krebsbachs wird das städtische Investitionsvolumen der Gesamtmaßnahme durch das zusätzliche Bauteil zwei der Tiefgarage auf rund 33,4 Mio. Euro steigen. Darin enthalten, sind auch Stadtreparaturarbeiten wie der Umbau des Inneren Rings und die Erneuerung der Brückenbauwerke. Zudem berücksichtigt baubegleitende Kosten wie Projektsteuerung und Baustellenkommunikation berücksichtigt. Dem damit um rund 5,7 Mio. Euro gestiegenen Investitionsvolumen steht der Wert des zweiten Tiefgaragenanteils in Höhe von rund 6 Mio. Euro gegenüber.

Für die Mehrkosten unterbreitet die Beschlussvorlage den Stadtverordneten der Stadt Bruchköbel den Vorschlag, die Deckung aus Einnahmen bereits getätigter Grundstücksverkäufe zu entnehmen. Mit der Vergabeempfehlung kann das über sieben Jahre sorgfältig geplante Projekt der Stadt durch das positive Votum der Stadtverordnetenversammlung am 25. Juni 2019 auf den Weg gebracht werden. Neunzig Tage nach der Vergabe ist der erste Spatenstich terminiert. Gibt die Stadtverordnetenversammlung noch vor der Sommerpause grünes Licht für den Bauauftrag, kann ein Baubeginn noch dieses Jahr erfolgen.

Renommierte Bieter stehen hinter Bruchköbeler Konzept

Bürgermeister Günter Maibach hat nach den bisher positiven Verhandlungen mit mehreren Unternehmen ein entscheidungsreifes Gesamtpaket zum Innenstadtumbau noch vor der Sommerpause in Aussicht gestellt. Damit ist der Zeitplan für die endgültige Entscheidung über das von langer Hand vorbereitete, umfangreiche Innenstadtprojekt vorgezeichnet.

Die Verhandlungen zwischen der Stadt Bruchköbel und mehreren Unternehmen im Rahmen des wettbewerblichen Dialoges stehen so vor der letzten Runde. In diesem Schritt werden die konkreten Angebote eingeholt. Es zeige sich, „dass das von der Stadt und dem beauftragten Architekturbüro erarbeitete städtebauliche Konzept und die konkreten Planungen erfahrene Bieter auf den Plan gerufen hat. Das Herzstück der Planung, unter der Erde zu parken und damit viele freie Flächen für den Aufenthalt im Freien mitten im Zentrum zu schaffen, hat bei den Bietern positiven Anklang gefunden. Mit dieser stadteigenen Planung geht Bruchköbel seinen ganz eigenen Weg und sieht diesen nun durch den Markt bestätigt“, freut sich Bürgermeister Günter Maibach. „Als Ergebnis der Dialogphase können wir festhalten, dass mehrere renommierte Unternehmen das vielseitige und städtebaulich anspruchsvolle Konzept gemeinsam mit der Stadt Bruchköbel verwirklichen möchten“, fasst er den bisherigen Verlauf der Verhandlungen zusammen. „Auch die potentiellen Betreiber des geplanten Nahversorgermarktes sind vom aktuellen Stand der Planung überzeugt und wollen in Bruchköbel investieren.“

Mitte Mai werde die Stadt zunächst die interessierten Unternehmen dazu auffordern, ihre endgültigen Angebote einzureichen. Diese sollen Anfang Juni vorliegen. Im Anschluss daran werde der Magistrat der Stadt beraten und dann alle Stadtverordneten über die Angebotsinhalte und Alternativen der möglichen Zuschlagsentscheidungen sowie die vom Magistrat bevorzugte Lösung ausführlich informieren. Parallel dazu werden die Ergebnisse des Wettbewerbs der Öffentlichkeit vorgestellt.

Maibach stellt für die von der Stadt selbst geplanten Bauteile des Stadthauses, der Tiefgarage sowie der Außenanlagen eine Vergabe als Generalunternehmerleistung in Aussicht, die der Stadt eine hohe Kostensicherheit biete. Die Stadt gehe derzeit davon aus, dass die im Haushalt genehmigten Mittel von rund 27 Millionen Euro ausreichen, um die Umsetzung dieser Planung bis Ende des Jahres in allen Teilen zu beauftragen. Dazu kommen zwei weitere Vorhaben: der Supermarkt und das kombinierte Wohn- und Geschäftshaus. Hierfür liegen ebenfalls mehrere Angebote vor. Zudem werden derzeit ergänzend steuerliche Aspekte berücksichtigt und Fördermittel eingeworben.

„Den Stadtverordneten liegt damit zur letzten Sitzung vor der Sommerpause am 26. Juni ein verhandeltes Ergebnis des wettbewerblichen Dialogs für die neue Innenstadt vor. Damit geht das Projekt in die Realisierungsphase,“ so der Bürgermeister.

Dialogphase der europaweiten Ausschreibung geht in die Endrunde

Renommierte Bauunternehmen bieten für Aufträge im neuen Zentrum Bruchköbels


Die Gespräche zwischen der Stadt Bruchköbel und mehreren international erfahrenen Bauunternehmen im Rahmen der Ausschreibung zum Bau der neuen Innenstadt nähern sich dem Ende.

In der seit Oktober 2018 andauernden Verhandlungsphase hat die Stadt Bruchköbel mit den Bewerbern verschiedene Lösungsvorschläge im Dialog durchdacht und verhandelt. Hierdurch wird eine hohe Kostensicherheit erreicht und wichtige Ideen können in den Prozess einfließen. Das Ergebnis ist erfreulich: Mehrere renommierte Bauunternehmen sind an der Umsetzung des vielseitigen und städtebaulich anspruchsvollen Konzepts interessiert. Sie möchten zusammen mit der Stadt die Stadtmitte neu gestalten und sie für die Anforderungen der Zukunft fit machen. Sorgfalt steht in diesem Verfahren vor Geschwindigkeit, was angesichts der zu schulternden Aufgaben gerechtfertigt ist.

Nach dem Abschluss der Gesprächsphase legt im nächsten Schritt das gemeinsam erarbeitete Anforderungsprofil die Grundlage dafür, sich mit einem verbindlichen Angebot für den Zuschlag zu bewerben. Zunächst werden hierbei die Angebote für die ersten beiden Bauabschnitte Stadthaus, Tiefgarage und Supermarkt mit Außenanlagen abgefragt. Die damit eingeleitete Angebotsphase wird im Mai beginnen und voraussichtlich im Juni abgeschlossen sein.

Um den Bietern mit ihren Konzepten, Ideen und Zahlen bis zum Vertragsschluss die dafür gebotene Geheimhaltung zuzusichern, unterliegt das Verfahren dem Stillschweigen. Nur so können die Verhandlungen fair und reibungslos durchgeführt werden.

Die eingegangenen Angebote werden durch die Stadt geprüft und gegebenenfalls endverhandelt. Das Ergebnis – ein Vertrag mit einem Partner, der dann als Generalunternehmer die Umsetzung der ersten beiden Bauabschnitte zügig angeht - wird voraussichtlich nach der Sommerpause dem Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung zur Verabschiedung vorgelegt.

Der neue Komplex, der an der Stelle des bereits abgerissenen Rathauses entsteht, wird nicht nur Sitz der Stadtverwaltung und des Bürgermeisters sein, sondern vor allem auch eine Reihe von Veranstaltungs- und Tagungsräumen, das Bürgerbüro und eine Gastronomie mit Außenwirtschaft enthalten. Auch die Stadtverordneten tagen künftig im neuen Stadthaus. Das multifunktionelle Gebäude wird damit die Funktionen des bisherigen Rathauses, des Bürgerhauses und des Seniorentreffs Mitte in sich vereinen. Die Außenanlage wird sich terrassenförmig bis zum Ufer des Krebsbaches ziehen.Herzstück ist der neue Stadtplatz, der eingerahmt von Grün und offener Architektur zum täglichen Treffpunkt wird.

Ist das Stadthaus fertig, wird von dem Bauunternehmen selbst ein moderner Supermarkt an der Stelle des jetzigen REWE-Parkplatzes errichtet. Voraussetzung des gesamten Komplexes ist eine Tiefgarage, die 230 Stellplätze bietet. Die Ein- und Ausfahrt der Tiefgarage wird an der Hauptstraße liegen und so den Verkehr am Inneren Ring entlasten. Im ersten Bauabschnitt wird zunächst die Tiefgarage gebaut.

In einem dritten Bauabschnitt entstehen an der Stelle des jetzigen Bürgerhauses auf der westlichen Seite des Krebsbachs Wohnungen, Praxen und Einzelhandelsgeschäfte. Auch der Partner für diesen Komplex wird im Rahmen der laufenden, europaweiten Ausschreibung ermittelt.

Bereits jetzt gibt es reges Interesse durch Ärzte und verschiedene Gewerbetreibende, die von den Möglichkeiten, die dieser Standort im Herzen der Stadt bietet, überzeugt sind.

Im Ergebnis bekommt die Stadt Bruchköbel ein modernes, grünes und vitales Zentrum, das sich positiv auf die Lebensqualität in der ganzen Stadt auswirken wird.

Öffnungszeiten Rathaus

Montag bis Freitag
8.30 Uhr - 12.00 Uhr

Donnerstag zusätzlich
15.00 Uhr - 18.00 Uhr

und nach Vereinbarung

Tel : 06181 - 975-0
Fax: 06181 - 975-204
Email: info(at)bruchkoebel.de

Postadresse Rathaus Bruchköbel

Postfach 1355
63480 Bruchköbel

Öffnungszeiten Bürgerbüro
(Innerer Ring 1)

Montag und Mittwoch
08:30 Uhr bis 12:00 Uhr
Dienstag        
08:30 Uhr bis 16:00 Uhr (durchgehend)
Donnerstag
08:30 Uhr bis 12:00 Uhr und 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Freitag
07:00 Uhr bis 12:00 Uhr

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