Klimanpassung
Die zunehmende Erderwärmung führt u.a. zu häufigeren Extremwettereignissen. Bruchköbel setzte mit der Renaturierung des Krebsbachs ein klares Zeichen zur Klimaanpassung. Gemeinsam stärken wir Bruchköbels Widerstandsfähigkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels und gestalten eine lebenswerte, nachhaltige Stadt für kommende Generationen.
Kommunales Klimaschutzkonzept
Die Stadt Bruchköbel setzt sich aktiv für den Klimaschutz ein und entwickelt im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative in den nächsten zwei Jahren ein integriertes Klimaschutzkonzept nach den nationalen Klimaschutzzielen.
Hessen aktiv: 100 Kommunen für den Klimaschutz
Seit November 2023 ist Bruchköbel Teil des Bündnisses der Klima-Kommunen und verpflichtet sich mit einem Aktionsplan und jährlicher Berichterstattung, bis 2045 klimaneutral zu werden.
Jeder Bürger und jede Bürgerin kann zum Klimaschutz beitragen.
Klimaschutz spart Geld
Solarenergie-Potenziale erkennen
Praxistipps zur Klimaanpassung
Bruchköbel setzt nicht nur auf aktiven Klimaschutz, sondern ergreift auch gezielte Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Die zunehmende Erderwärmung führt zu häufigeren Hitzewellen, Starkregenereignissen und längeren Trockenperioden.
Ein zentrales Projekt ist die Renaturierung des Krebsbachs, die sowohl dem Hochwasserschutz als auch der ökologischen Aufwertung des Gebietes dient. Durch die Entsiegelung und naturnahe Umgestaltung der Uferbereiche erhält der Bach wieder mehr Raum für eine natürliche Entwicklung. Dies ermöglicht es, Niederschläge besser aufzunehmen, Überschwemmungen zu reduzieren und das Grundwasser zu stabilisieren. Zudem fördern die Maßnahmen die Artenvielfalt, indem sie wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen schaffen. Die Renaturierung trägt auch zur Verbesserung des Stadtklimas bei, indem sie die Umgebungstemperaturen an heißen Tagen senkt und für ein angenehmeres Mikroklima sorgt.
In Summe der betrachteten Maßnahmen können Kommunen die Emissionen von Klimagasen in der Höhe von rund 100 Millionen Tonnen, bezogen auf das Jahr 2019, beeinflussen. Das entspricht etwa einem Siebtel der gesamten Emissionen in Deutschland. Dieser beachtliche Einfluss verdeutlicht die wichtige Rolle, die kommunale Klimaschutzkonzepte im Gesamtkontext des Klimaschutzes spielen. Daher ist es entscheidend, dass jede Kommune ihre eigenen Strategien entwickelt, um aktiv zur Reduktion der Emissionen beizutragen.
Ein kommunales Klimaschutzkonzept ist eine strategische Planung, die darauf abzielt, die Emissionen von Klimagasen (oder klimarelevanten Gasen) auf lokaler Ebene zu reduzieren. Es zeigt den kommunalen Entscheidungsträgern, wie Emissionen gesenkt werden können und welche Schritte dafür nötig sind. Im Klimaschutzkonzept werden klare Ziele und Maßnahmen zur Emissionsreduktion festgelegt, die zur Klimaneutralität führen sollen.
Das Klimaschutzkonzept basiert auf den lokalen Gegebenheiten und Handlungsspielräumen der Kommune und orientiert sich gleichzeitig an den nationalen Klimaschutzzielen. So hat sich Deutschland im Bundes-Klimaschutzgesetz verpflichtet, die Emissionen von Klimagasen bis 2030 um mindestens 65 Prozent und bis 2040 um mindestens 80 Prozent zu reduzieren. Bis zum Jahr 2045 soll Netto-Klimaneutralität erreicht werden.
Auf Landesebene verfolgt Hessen mit dem Klimaplan Hessen ebenfalls das Ziel, bis spätestens 2045 Klimaneutralität zu erreichen. Der Klimaplan umfasst 90 Maßnahmen, die bis 2030 umgesetzt werden müssen, um diese Ziele zu erreichen.
Auf Kreisebene hat der Main-Kinzig-Kreis ein integriertes Klimaschutzkonzept entwickelt, das die Situation im Kreis abbildet und eine Bestandsaufnahme der kommunalen Emissionen vornimmt. Ziel war es, eine kreisweite CO₂-Bilanz zu erstellen und den Kommunen maßgeschneiderte Empfehlungen für Maßnahmen und Projekte vor Ort zu geben. Der Kreistag hat beschlossen, dass der Main-Kinzig-Kreis bis 2045 klimaneutral sein soll.
Die Verwaltung der Stadt Bruchköbel setzt sich das Ziel, so zeitnah wie möglich eine ausgeglichene Energiebilanz zu erreichen. Die Entwicklung und schrittweise Umsetzung eines Integrierten Klimaschutzkonzepts (IKK) knüpft an die bereits erfolgten Klimaschutzaktivitäten an und erweitert diese. Das Projekt „KSI: Erstellung eines Integrierten Klimaschutzkonzeptes mit Klimaschutzmanagement für die Stadt Bruchköbel – Erstvorhaben“ wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative. Beginnend ab Februar 2025 wird innerhalb von zwei Jahren ein integriertes Klimaschutzkonzept inklusive Maßnahmenkatalog für die Stadt Bruchköbel erarbeitet.
Das integrierte Klimaschutzkonzept der Stadt Bruchköbel wird sich an den nationalen Klimaschutzzielen orientieren. Das Konzept berücksichtigt dabei die spezifischen lokalen Gegebenheiten und Handlungsspielräume und dient als Entscheidungsgrundlage für zukünftige Klimaschutzaktivitäten.
Durch die Umsetzung solcher Konzepte und Maßnahmen können Kommunen einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Mit diesem gemeinschaftlichen Ansatz spielen Städte und Gemeinden im Klimaschutz eine wichtige Rolle und unterstützen die Klimaziele auf nationaler und internationaler Ebene. Mit der Entwicklung dieses Klimaschutzkonzepts unterstreicht Bruchköbel sein Engagement für den Klimaschutz und setzt ein klares Zeichen für eine nachhaltige sowie zukunftsfähige Stadtentwicklung.
Das Bündnis der Klima-Kommunen vereint hessische Städte, Gemeinden und Landkreise, um gemeinsam den Energieverbrauch zu senken, Treibhausgasemissionen zu reduzieren und sich an die Auswirkungen des Klimawandels anzupassen. Seit 2009, unter dem Namen „Hessen aktiv: 100 Kommunen für den Klimaschutz“, und als „Hessen aktiv: Die Klima-Kommunen“ seit 2016, verpflichten sich die Mitglieder zu konkreten Klimaschutzmaßnahmen und zur Klimawandelanpassung. Kommunen erhalten Beratung, Veranstaltungen und Unterstützung, um ihre Klimaziele zu erreichen.
Bruchköbel ist seit November 2023 Teil des Bündnisses, welches inzwischen aus 402 Mitgliedern besteht. Es wurden bereits vor dem Beitritt zahlreiche Klimaschutz und -Klimaanpassungsmaßnahmen umgesetzt, wie der Neubau des Stadthauses, die Installation von PV-Anlagen und der Ausbau der Elektromobilität mit Ladesäulen. Zudem wurde die Straßenbeleuchtung auf LED umgestellt und ein Nahwärmenetz eingeführt.
Bruchköbel verfolgt im Rahmen des Bündnisses das Ziel, bis 2045 klimaneutral zu werden und unterstützt damit die hessischen Klimaziele. Bruchköbel hat einen Aktionsplan entwickelt, der Maßnahmen zur Emissionsreduktion und Klimaanpassung dokumentiert und alle fünf Jahre aktualisiert wird.
Durch den Beitritt zum Bündnis verpflichtet sich Bruchköbel, jährlich über die Fortschritte zu berichten und an den Projekten des Bündnisses teilzunehmen.
Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages)
Nationale Klimaschutzinitiative
Bruchköbel ist Teil der gemeinsamen Initiative von 13 Kommunen des Main-Kinzig-Kreises, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Bürgerinnen und Bürger ausführlich über die Wärmeversorgung der Zukunft zu informieren.
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