Bruchköbel bestrickt

Riesiges Strickkunstwerk in Bruchköbel wird am 12. Oktober der Öffentlichkeit übergeben

In Bruchköbel ist in den letzten fünf Monaten durch den Einsatz unzähliger engagierter Bürgerinnen und Bürger ein riesiges buntes Strickkunstwerk entstanden. Die über 42 Quadratmeter große Patchworkdecke aus vielen kleinen Häkel- und Strickquadraten verziert ab dem 12. Oktober die Fassade eines alten, stadteigenen Gebäudes mitten in Bruchköbel. Die Idee für dieses einmalige Projekt ging vom Stadtmarketingverein Bruchköbel e.V. aus, der durch die Gemeinschaftsaktion mit Hilfe vieler fleißiger Hände einen bunten Akzent für eine lebendige Innenstadt setzen wollte.

 

So hatte Silke Zielke als Projektleiterin im Mai einen Aufruf unter dem Motto „Bruchköbel bestrickt“ gestartet mit dem Ziel, viele Neugierige für die Idee zu gewinnen. Zu einem ersten Treffen waren bereits über 30 Frauen gekommen und starteten mit viel Schwung in das große Projekt: Bis zum Herbst sollte die Fassade eines alten Stadthauses neben dem Rathaus ein buntes Patchworkkleid tragen. Schnell einigten die Frauen sich auf ein einheitliches Format von 20 x 20 cm für die gehäkelten oder gestrickten Wollstücke. Alle paar Wochen traf sich die Gruppe und zählte die liebevoll gearbeiteten Schätze. Und es zeichnete sich ab, dass genügend Teile für das große Patchwork zusammen kommen würden.

 

In das Projekt sollten auch Kinder eingebunden werden und es gelang, die 4. Klassen der Haingartenschule dafür zu gewinnen. Dazu gingen eigens einige der kreativen Frauen in die Klassen und brachten den Kleinen das Häkeln bei. Fast 30 Teile kamen auf diese Weise zusammen. Auch die Kinder der Kunst AG der Brückenschule webten mit ihrer Lehrerin Antje Wehkamp bunte Teile für den großen Teppich. Die benötigten Wollvorräte kamen durch Wollspenden vieler Bruchköbeler Bürger zusammen, die in Nelly’s Wollstube gesammelt wurden. Es wurde aber auch genäht für dieses Projekt: Die Patchworkgruppe des Nähparadies Gebhard arbeitete aus fast 1.000 kleinen Stoffstücken unter der Leitung von Orelia Urban das Logo der Aktion, das Werner Zimmermann für den Verein entworfen hatte.

 

Aus jeweils 25 Quadraten nähten fleißige Frauen 1 qm große Decken, die auf Estrichmatten befestigt werden sollten. Die Bruchköbeler Ideenschreinerei Ertelt gab den fachlichen Tipp, die Matten mit Holzrahmen zu verstärken. Peter Ertelt war auch bereit, das Holz hierfür zu spendieren, die Seniorenwerkstatt e.V. in Bruchköbel konnte unter der Leitung von Wolfgang Nadolny für das Herstellen der 42 Rahmen gewonnen werden.

 

Dem Stadtmarketingverein Bruchköbel e.V. gelang es, Bürgermeister Günter Maibach als Unterstützer der ehrenamtlichen Aktion zu gewinnen. So konnte einserseits der Rat des Bauamtes genutzt werden und auf der anderen Seite standen die Männer des örtlichen Bauhofes für vielerlei Herausforderungen zur Verfügung. Ein leer stehendes Ladengeschäft konnte in den letzten Wochen als Werkraum genutzt werden, in dem einige der Frauen die vielen bunten Decken auf den Holzrahmen befestigten. Aus Sicherheitsgründen wurden die Rahmen anschließend vom Bauhof mit einem von der Feuerwehr genehmigten Flammschutzmittel behandelt.

 

Nun steht das Aufhängen der 42 qm bevor: Der Bauhof hat in der letzten Woche bereits eine tragfähige Unterkonstruktion an der Gebäudewand befestigt. Das Holz dafür wurde von Holz Müller in Hanau zu einem Freundschaftspreis geliefert. Im Laufe der nächsten Woche werden die bunten Rahmen vom Bauhof aufgehängt und am Sonntag, den 12. Oktober um 11.30 Uhr feierlich vom Stadtmarketingverein Bruchköbel e.V.  an die Stadt übergeben. Dazu sind alle Beteiligten, alle Neugierigen und alle Gäste der Stadt herzlich eingeladen. Die Übergabe des großen Patchworks findet damit am Tag des Mais- und Kürbisfestes statt, an dem in der Stadt zahlreiche Aktionen, Marktstände und offene Geschäfte viele Menschen nach Bruchköbel locken. Auch die Zuckermaiskönigin wird an diesem Tag gekürt.

 

Der Stadtmarketingverein Bruchköbel freut sich, dass die große Gemeinschaftsaktion allein ehrenamtlich organisiert werden konnte. Der Verein bedankt sich bei allen Beteiligten für ihre Unterstützung und bemerkt, dass eine Gruppe von ungefähr zwölf Frauen den Hauptanteil aller gearbeiteten Teile geschaffen hat. Diese Frauen haben auch die meisten der Decken zusammengenäht und einige davon auch noch auf den Rahmen befestigt – ein hohes ehrenamtliches Engagement, ohne das das Ziel nicht so schnell geschafft worden wäre!

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