Führungszeugnis

Das Führungszeugnis, umgangssprachlich auch "polizeiliches Führungszeugnis" genannt, ist eine auf grünem Spezialpapier gedruckte Urkunde, die bescheinigt, ob die betreffende Person vorbestraft ist oder nicht. 

 

Antragstellung

Das Führungszeugnis ist durch die betroffene Person persönlich unter Vorlage des Personalausweises oder Reisepasses im Einwohnermeldeamt zu beantragen.

Personen, die von der Meldepflicht befreit oder ohne festen Wohnsitz sind, können ihren Führungszeugnisantrag bei der Meldebehörde stellen, in deren Be­zirk sie sich gewöhnlich aufhalten.

Wird die betroffene Person gesetzlich vertreten (z. B. Minderjährige), ist auch die Vertretungsperson antragsberechtigt. Bei Ge­schäfts­unfähigkeit der betroffenen Person ist nur ihr gesetzlicher Vertreter antragsberechtigt. Die gesetzliche Vertretungsperson hat bei der Antragstellung ihre Vertretungsmacht nachzuweisen. Eine Bevollmächtigung zur Antragstellung ist nicht möglich.

 

 

Online-Antrag

Mit der Einführung des neuen elektronischen Personalausweises gibt es nun auch die Möglichkeit, beim Bundesamt für Justiz bestimmte Anträge online zu stellen.

Alle weiteren Informationen hierzu erhalten Sie über das Online-Portal des Bundesamtes für Justiz → https://www.fuehrungszeugnis.bund.de/

Hinweis:        
Immer häufiger erreichen uns Hinweise von Bürgern auf verschiedene Betrugsmaschen im Internet. Bitte beachten Sie, dass der Onlineantrag auf ein Führungszeugnis ausschließlich über das offizielle Onlineportal des Bundesamtes für Justiz gestellt werden kann!

 

Belegarten

Wird das Führungszeugnis für persönliche Zwecke, z. B. zur Vorlage beim Arbeitgeber, benötigt, handelt es sich um ein „Privatführungszeugnis“ (Belegart N, oft auch NB). Das Führungszeugnis für behördliche Zwecke dient ausschließlich zur Vorlage bei einer Behörde (Belegart O, oft auch OB) und enthält neben strafgerichtlichen Entscheidungen auch bestimmte Entscheidungen von Verwaltungsbehörden (z. B. Widerruf einer Gewerbeerlaubnis). Ein „erweitertes Führungszeugnis“ (Belegart NE oder OE) benötigen Personen, die im Kinder- oder Jugendbereich tätig werden wollen (z. B. Schule, Sportverein).

Bitte erkundigen Sie sich rechtzeitig vor der Antragstellung, welches Führungszeugnis Sie benötigen. Ein verkehrt beantragtes Führungszeugnis wird unter Umständen nicht anerkannt und muss erneut beantragt werden. Des Weiteren erzeugt eine falsche Beantragung nicht-erstattungsfähige Kosten.

 

Das „erweiterte" Führungszeugnis

Ein „erweitertes Führungszeugnis“ wird nach § 30 a Abs. 1 BZRG erteilt, wenn dies in gesetzlichen Bestimmungen vorgesehen ist, oder wenn das Führungszeugnis für die Prüfung der persönlichen Eignung nach § 72 a des 8. Buchs Sozialgesetzbuch, eine sonstige berufliche oder ehrenamtliche Beaufsichtigung, Betreuung, Erziehung oder Ausbildung Minderjähriger oder eine Tätigkeit benötigt wird, die in vergleichbarer Weise geeignet ist, Kontakt zu Minderjährigen aufzunehmen.

Hinweis:       
Bei der Antragstellung ist eine schriftliche Aufforderung der Stelle vorzulegen, die das "erweiterte Führungszeugnis" verlangt und in der diese bestätigt, dass die Voraussetzungen des § 30a Abs. 1 BZRG für die Erteilung eines solchen Führungszeugnisses vorliegen. Bei Selbständigen reicht die Bescheinigung der Antrag stellenden Person aus.

 

Europäisches Führungszeugnis

Ein Europäisches Führungszeugnis erhalten Personen, die - neben oder anstatt der deutschen - die Staatsangehörigkeit eines oder mehrerer anderer Mitgliedstaaten der Europäischen Union besitzen. Das Europäische Führungszeugnis enthält neben dem deutschen Führungszeugnis die Mitteilung über Eintragungen im Strafregister des Herkunftsmitgliedstaates in der übermittelten Sprache, sofern der Herkunftsmitgliedstaat eine Übermittlung nach seinem Recht vorsieht.

 

Bearbeitungszeit

Das Führungszeugnis wird vom Bundesamt für Justiz in Bonn ausgestellt und postalisch versendet. Die Bearbeitungsdauer von Anträgen auf Erteilung eines Führungszeugnisses hängt von der Gesamtzahl der zu bearbeitenden Anträge aus dem gesamten Bundesgebiet ab. Es dauert in der Regel 1 – 2 Wochen.

Die Ausstellung eines Europäischen Führungszeugnisses kann eine längere Bearbeitungszeit erfordern, da die Mitteilung aus dem Register des Herkunftsmitgliedstaates angefordert werden muss. Für die Übermittlung gewähren die zugrundeliegenden europäischen Vorschriften dem Herkunftsmitgliedstaat eine Frist von zwanzig Arbeitstagen.

 

Gebühren

Das Führungszeugnis kostet 13,00 € und ist bei der Beantragung zu entrichten.

Hinweis:        
Die Zahlung der Gebühren können Sie vor Ort durch Giro- oder Kreditkarte vornehmen. Die Annahme von Bargeld wird im Bürgerbüro nicht akzeptiert.

In seltenen Fällen ist eine Gebührenbefreiung möglich. Bitte bringen Sie die entsprechenden Unterlagen als Nachweis zur Antragstellung mit.

 

Weitere Informationen zum Führungszeugnis finden Sie auf der Seite des Bundesamtes für Justiz.

 

 

 

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