Butterstadt

Butterstadt ist Bruchköbels kleinster Stadtteil und liegt ganz im Norden des Stadtgebietes an den Ausläufern der Wetterau und erfreut sich eines noch weitgehend dörflichen Charakters mit zahlreichen Fachwerkhäusern und viel Natur in unmittelbarer Nähe. Von hier aus bieten sich spektakuläre Aussichten auf das Rhein-Main-Gebiet, Taunus und Spessart.

Butterstadt ist ein idealer Startpunkt für Rad- und Wandertouren. So führt der bekannte 5-Sterne-Weg quer durch den Ort, der auf rund 30 Kilometern um ganz Bruchköbel herumgeht und mehrere Panoramapunkte verbindet. Einer davon ist die unweit von Butterstadt gelegene „Himmelsschaukel“, die wunderschöne Panoramablicke auf die Landschaft bietet. Direkt an Butterstadt angeschlossen ist außerdem der Regionalparkweg „Hohe Straße“, der als Höhenweg der Route einer historischen Handelsstraße folgt und zu Rad- und Wandertouren bis nach Frankfurt einlädt.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde „Butenestat“ um 820. Klar ist aber, dass Menschen schon viel früher erkannt haben, dass es sich hier gut leben lässt. Das bekannteste Zeugnis davon ist die Jupiter-Gigantensäule, die hier von den Römern in Anbetung des Gottes Jupiter errichtet wurde. Funde aus dieser Zeit legen nahe, dass Butterstadt eine römische Siedlung war und wohl zum Kastell Marköbel gehörte. Die Säule überstand auch den Abzug der Römer und wurde eventuell bis ins 8. Jahrhundert zur Anbetung des Gottes Wotan genutzt. Die heutige Säule am ehemaligen Schulgebäude ist eine Nachbildung, die originalen Überreste wurden um 1900 ausgegraben und 1945 im Bombenhagel des Zweiten Weltkrieges in Hanau zerstört. Die Kopie wurde im Jahr 2006 an seinem heutigen Platz aufgestellt und kündet von der reichen Geschichte des Ortes.

Die Geschichte Butterstadts ist untrennbar verbunden mit dem Antoniter-Orden und dessen 1235 erstmals erwähnten Kloster in Roßdorf. Der Orden hatte sich neben der Altenpflege vor allem der Behandlung von Mutterkorn-Vergiftungen verschrieben.

Dazu erwarb der Orden im Laufe der Zeit durch Schenkungen und Landkäufe einen größeren Grundbesitz. 1272 kaufte er von seinen Ordensbrüdern aus Grünberg auch das Gebiet, auf dem heute Butterstadt liegt. Zur landwirtschaftlichen Nutzung wurde ein kleiner Hof errichtet, der schon bald erblühte. Um das Jahr 1400 hatten sich auf dem Grund schon mehrere Höfe angesiedelt, von denen aus die Pächter das umliegende Land bewirtschaften und dem Orden dafür Pachtzins entrichteten.

Das Wahrzeichen des Ortes ist die 1866 errichtete Bonifatiuskirche, die wohl nach den Plänen des Hanauer Dechanten Müller erbaut wurde und auf einem Grundstück errichtet wurde, dass eine Stiftung der Witwe Goy war. Von der Vergangenheit zeugen heute noch viele Höfe und Fachwerkhäuser, die Butterstadt ein besonderes Flair verleihen und den Ortskern prägen.  

Von 1945 bis zum freiwilligen Zusammenschluss am 1. Januar 1972 mit Bruchköbel war Butterstadt eine selbstständige Gemeinde.

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