Bruchköbel 

Stadt Bruchköbel erhält Städtebauförderung

Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Mitte) übergibt die Förderurkunde an Bruchköbels Erste Stadträtin Ingrid Cammerzell (2. von rechts.), Daniel Weber, persönlicher Referent von Bürgermeister Günter Maibach (rechts), Andrea Weber, Geschäftsführerin der Stadtmarketing Bruchköbel GmbH (2. von links) und Christian Fischer, Projektmitarbeiter des Stadtmarketings (links). Foto: HMWEVW Boris Borm

Erstmals seit über vierzig Jahren ist Bruchköbel in ein umfangreiches Städtebauförderprogramm des Landes Hessen aufgenommen worden.

Das Städtebauförderprogramm "Zukunft Stadtgrün in Hessen" unterstützt hessische Kommunen unter anderem dabei, mehr und qualitativ hochwertigere grüne Infrastruktur zu gestalten. Das bedeutet, dass Bruchköbel über einen Zeitraum von zehn Jahren Gelder für die Stadterneuerung beantragen kann, beispielsweise für neue Grünflächen, mehr Aufenthaltsqualität und die Neugestaltung von Plätzen. Das in die Förderung aufgenommene Konzept stammt aus der Feder des Stadtmarketings. Unterstützt durch die Stadtplanung wurden so rund sieben Millionen Euro für die Förderung angemeldet.

In Wiesbaden nahmen daher am Mittwoch, 20. November, die Erste Stadträtin Ingrid Cammerzell, in Vertretung des erkrankten Bürgermeisters Günter Maibach, Daniel Weber, persönlicher Referent des Bürgermeisters, die Geschäftsführerin des Stadtmarketings Andrea Weber und Christian Fischer, Projektmitarbeiter des Stadtmarketings, die Urkunde von Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir entgegen.

Bevor die Mittel abgerufen werden können, steht zuerst ein Jahr der Planung an. Stadtmarketing und Stadtplanung werden hierzu das für die Fördermittel geforderte Stadtentwicklungskonzept erarbeiten. Gemeinsam mit interessierten Bürgern und Bürgerinnen wird dazu in Zukunftswerkstätten ein umfangreiches Maßnahmenkonzept für das Fördergebiet erstellt. Dieses erstreckt sich rund um die neue Stadtmitte über den Freien Platz, bis zum Schwimmbad und den Festplatz. „Die festgehaltenen Ziele und Maßnahmen können dann Schritt für Schritt zur Förderung eingereicht und umgesetzt werden,“ freut sich Günter Maibach. Die Stadt trägt hierbei einen Eigenanteil von rund 30 Prozent der Kosten.

Für die neue Innenstadtentwicklung wurden bereits rund zwei Millionen Euro aus der Förderung veranschlagt. Diese Mittel betreffen den neuen Stadtplatz und das angrenzende Krebsbachbiotop sowie unter anderem Übergänge in den Park und die Renaturierung des Baches. Die Umsetzung wurde noch nicht beauftragt, sodass in das zu erarbeitende Konzept noch Ideen einfließen können.  

Nicht ausgeschlossen ist, künftig auch weitere Städtebaufördermittel für Stadtteile und Viertel beantragen zu können. Nach dem Wunsch des Bürgermeisters soll daher im nächsten Schritt ein Entwicklungskonzept für die ganze Stadt im Rahmen eines großen Städtebaukonzepts erarbeitet werden.   

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