Bruchköbel 

Bundesverdienstkreuz für Bernadette Beyer

von links nach rechts: Fachbereichsleiter Soziales Andreas Kalski, Trägerin des Bundesverdienstkreuzes Bernadette Beyer, Bürgermeisterin Sylvia Braun

Eine große Ehre wurde Bernadette Beyer Ende Oktober zuteil. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde bekam sie von Frau Staatssekretärin Janz das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. In ihrer Ansprache würdigte Frau Staatssekretärin Janz den aktiven Einsatz von Bernadette Beyer. „Mit ihrem ehrenamtlichen Engagement übernimmt Frau Beyer eine Vorreiterrolle für Weltoffenheit, Toleranz und Vielfalt“; so die Staatsministerin.

Geboren wurde Bernadette Beyer im Januar 1949 in Casablanca. Bedingt durch den Beruf des Vaters, der als französischer Offizier dort stationiert war, lebte die Familie drei Jahre in Marokko. Danach gab es einen kleinen Zwischenstopp in Frankreich, bevor der Vater nach Horb in der Nähe von Tübingen versetzt wurde. Dort entdecke sie auch ihr Liebe zu Deutschland und dessen Traditionen. So erzählt sie heute noch gerne die Geschichte, wie sie im zarten Alter von sechs Jahren zum ersten Mal in ihrem Leben, den Nikolaus kennenlernte und bereits damals für sich beschloss, Deutschland ist toll, hier möchte ich leben, wenn ich groß bin. Und sie hielt ihr Wort.

Obwohl der Aufenthalt damals in Horb nur kurz war und die Familie in die Nähe von Paris umsiedelte, zog es Bernadette Beyer wieder nach Deutschland zurück. Sie begann ein Studium der Germanistik an der Sorbonne und beendete dieses an der Universität in Tübingen. In dieser Zeit, und auch noch heute, war es Frau Beyer immer wichtig die deutsch-französische-Freundschaft zu fördern, um damit die gegenseitigen Vorurteile abzubauen.

In Tübingen lernte sie dann auch ihren Ehemann Michael kennen, mit dem sie seit 1975 verheiratet ist und lebte fortan in Deutschland. Der Umzug nach Bruchköbel erfolgte 1979. Ihr Mann wechselte beruflich nach Frankfurt-Höchst und ein Kollege wohnte bereits in Bruchköbel. Bernadette Beyer fühlte sich von Anfang an in Bruchköbel Zuhause.

Durch die Prägung ihrer Eltern, die fremden Kulturen immer offen gegenüberstanden, war es für Bernadette Beyer immer eine Selbstverständlichkeit sich für andere Traditionen zu interessieren und auch für Menschen aktiv einzusetzen.

Neben ihrem steten Einsatz für die Völkerverständigung zwischen Deutschland und Frankreich engagiert sich Bernadette Beyer sehr aktiv in der Flüchtlingsarbeit. Als vor rund30 Jahren die ersten Fluchtbewegungen nach Deutschland begannen, war ihr klar: „Diesen Menschen muss geholfen werden“. Neben der persönlichen Begleitung und Beratung der Geflüchteten war ihr auch die Vermittlung der deutschen Sprache wichtig. „Sprache ist der Schlüssel zur Welt“, wie sie gerne sagt. Zusammen mit der Stadt Bruchköbel initiierte sie in den vergangenen dreißig Jahren einige Projekte in diesem Bereich, wie zum Beispiel das Frauenforum International oder Sprachkurse für Kinder mit Migrationshintergrund.

Für die Stadt Bruchköbel sprachen Bürgermeisterin Sylvia Braun und der Fachbereichsleiter Soziales Andreas Kalski im Rahmen einer kleinen Feierstunde herzliche Glückwünsche an Bernadette Beyer aus und bedankten sich bei ihr für das seit Jahrzehnten geleistete Engagement mit einem kleinen Geschenk.

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