Boardinghaus am Fliegerhorst Langendiebach

In der vergangenen Sitzung des Zweckverbands Langendiebach stand der Verkauf von zwei Kasernengebäuden aus den 30’ger Jahren zur Abstimmung. Hotelentwickler Stefan Fischer stellte   am vergangenen Mittwoch im Beisein der zwei indischen Investoren den Mitgliedern des Zweckverbands zur Entwicklung des Fliegerhorsts Langendiebach sein Konzept vor. Gezeigt wurde der Entwurf für ein Hotel und ein Boardinghaus. Die beiden historischen Gebäude werden durch einen gläsernen Riegel miteinander verbunden. Entstehen wird dadurch eine gelungene Verbindung aus Alt und Neu, moderner Architektur und dem Charme historischer Bausubstanz. 46 Zimmer und 20 Apartments sind geplant, dazu kommen Restaurant, Bar und eine Außenterrasse mit Blick ins Grüne. 

Das Haus richtet sich vor allem an Langzeitgäste, die hier mehrere Tage, Wochen und vielleicht auch Monate unterkommen können. „Hier gibt es in der Region einen großen Bedarf“, unterstrich Fischer. Ob es eine Klassifizierung geben wird ist noch offen, das Hotel und Boardinghaus soll sich aber auf einem „drei bis vier Sterne-Niveau“ bewegen. Die Gäste können sich in den Apartments selbst etwas Kochen, auf Wunsch aber auch Serviceleistungen in Anspruch nehmen.  Fischer betonte vor den Mitgliedern des Zweckverbandes, dass es sich dabei um „gewerbliches Wohnen“ handelt, die Gäste also gerne länger in dem Haus verweilen können, sie aber nicht dauerhaft dort wohnen könnten. Ein wichtiger Unterschied, denn die normale Wohnnutzung ist auf dem Fliegerhorst untersagt.

Angedacht ist eine Eröffnung 2018, bei einer Bauzeit von rund einem Jahr. Bevor sich in dem Haus aber die ersten Gäste einquartieren können, liegt noch viel Arbeit vor dem gebürtig aus Erlensee stammenden Fischer. Die beiden vorhandenen Gebäude müssen praktisch entkernt und der Zimmerzuschnitt den modernen Bedürfnissen der Gäste angepasst werden. Dazu kommt Gebäudetechnik, um alle Zimmer mit Strom, Wasser und Internet zu versorgen. Die beiden denkmalgeschützten Gebäude werden mittig mit einem modern gestalteten Glas-Riegel verbunden. Der Denkmalschutz wurde bei den Planungen von Anfang an mit einbezogen. So befinden sich in zwei Treppenhäusern noch die Originalfliesen aus den Anfangstagen des Fliegerhorstes an den Wänden. Diese müssen erhalten werden. Auch am äußeren Zuschnitt der Gebäude darf es keine Änderungen geben.  Auf der Rückseite sind 60 Parkplätze geplant.  Das Areal ist bereits, bis auf einen Streifen am Zaun, vom Kampfmittelräumdienst untersucht und für unbedenklich erklärt worden. Fischer, der in Seligenstadt zurzeit ein ähnliches Haus managet, schätzt die Gesamtkosten des Projektes auf rund 2,5 Millionen Euro. Der Kaufpreis beträgt 420.000 Euro. Da entspricht dem angesetzten Bodenwert. Die Mitglieder des Zweckverbandes stimmten dem Projekt einstimmig zu.

Die spannende Liegenschaft wird künftig nach außen von einer komplett neu gestalteten Internetpräsenz repräsentiert. Andrea Weber, Geschäftsführerin der Bruchköbel Marketing GmbH, stellte den aktuellen Stand der Seite im folgenden Tagesordnungspunkt vor. Geplant ist eine „Stadtteilseite für Bürger und die ganze Welt“, so Weber. Die modern gestaltete und Smartphone optimierte Homepage soll Investoren begrüßen und das Leben auf dem Gelände wiederspiegeln.

Der übersichtlich aufgebaute Auftritt wird aktuelle Informationen der dort angesiedelten Firmen beinhalten, Wissenswertes über die Geschichte des Fliegerhorstes bieten und wichtige Informationen für Investoren bereitstellen. Das geplante Museum wird, genau wie die geplante Reithalle, ebenfalls repräsentiert.  Interessierte können sich außerdem über die Zusammensetzung und Arbeit des Zweckverbandes informieren, auch die Sitzungsprotokolle sind einsehbar.  Wer aktuelle Termine und Veranstaltungen auf dem Gelände sucht, ist hier ebenfalls an der richtigen Adresse.  Die Homepage befindet sich jetzt in der finalen Entwicklung und Anfang Mai für Jedermann nutzbar sein. Der aktuelle Stand wurde von den Mitgliedern des Zweckverbandes einhellig begrüßt.

Zum Abschluss stellte Thomas Müller von der Terramag GmbH weitere Entwicklungen auf dem Gelände vor. Keine Neuigkeiten gab es zu der geplanten Ansiedelung der Großmetzgerei Brandenburg. Die Ansiedelung einer Gastronomie durch die Firma ARTbau an der Alten Wache hat sich leider zerschlagen. Sie seien nicht mit den Anforderungen des Denkmalschutzes kompatibel gewesen so Müller.

Gute Fortschritte macht dagegen die Sanierung der Kasernen für den geplanten Umzug der Stadtverwaltung von Bruchköbel. Hier ist man im Zeitplan.

Auch das Reitsportzentrum macht Fortschritte. Die Firma Retro Klassik kann zwei noch fehlende Flächen übernehmen. Außerdem laufen Verhandlungen mit der Firma Gleisbaubetrieb Spitzke, die sich auf dem Fliegerhorst ansiedeln möchte. Hierfür müssten aber zunächst die Gleise durch den Wald ertüchtigt werden.

In der Planungsphase ist die Anlegung eines Radweges von Bruchköbel bis zum Bärensee. Die genaue Streckenführung wird derzeit mit allen beteiligten Stellen abgestimmt. Noch endet der Radweg mitten im Wald. Künftig wird man den Bärensee ganz bequem mit dem Fahrrad erreichen können.

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