Bruchköbel 

Namensführung nach deutschem Recht

Die Ehegatten bzw. Lebenspartner können bei der Eheschließung / Begründung der Lebenspartnerschaft einen gemeinsamen Familiennamen (= Ehename / Lebenspartnerschaftsname) bestimmen. Es kann entweder der Geburtsname oder der zurzeit geführte Name eines der beiden Ehegatten / Lebenspartner bestimmt werden.

Gemeinsame Kinder unter 5 Jahren erhalten automatisch den Ehenamen der Eltern. Bei älteren Kindern ist eine zusätzliche Erklärung erforderlich.

Diese Namensbestimmung ist unwiderruflich!

Nur der Ehegatte / Lebenspartner, dessen Name nicht Ehename / Lebenspartnerschaftsname geworden ist, kann durch Erklärung seinen Geburtsnamen oder Familiennamen dem gemeinsamen Ehenamen / Lebenspartnerschaftsnamen voranstellen oder anfügen und damit persönlich einen Doppelnamen führen. Diese Voranstellung oder Anfügung kann einmalig widerrufen werden. Eine erneute Hinzufügung ist dann nicht mehr möglich.

Kinder können keinen Doppelnamen erhalten. Sie führen lediglich den gemeinsamen Ehenamen der Eltern.

Wird keine Namensbestimmung getroffen, so behält jeder Ehegatte / Lebenspartner seinen bisher geführten Namen. In diesem Fall ist eine fristunabhängige nachträgliche Bestimmung eines gemeinsamen Familiennamens zu einem späteren Zeitpunkt möglich.

Bei der Geburt eines Kindes muss bei getrennter Namensführung der Eltern eine Bestimmung getroffen werden, ob das Kind den Namen des Vaters oder der Mutter als Geburtsnamen führen soll. Diese Erklärung ist bindend für alle weiteren Kinder.

Rechtsgrundlage: § 1355 BGB