Umweltschutz

Die Bereiche im Umweltschutz sind sehr vielfältig
und auf Grund von unzähligen gesetzlichen Regelwerken so differenziert,
dass in den meisten Fällen die kommunale Verwaltung an die in der Regel
zuständigen Unteren Behörden des Main-Kinzig-Kreises weiterverweisen
muss. Fragen Sie ruhig bei Herrn Schwarzer nach, um festzustellen, in
welchem Bereich Ihre Anfrage anzusiedeln ist. Wenn Ihnen nicht direkt
geholfen werden kann, vermitteln wir gern die Kolleginnen und Kollegen
der vorgesetzten Dienstbehörden im Main-Kinzig-Kreis.
Einige Fragen werden jedoch so häufig gestellt, dass wir Ihnen im Anhang stetig wechselnd Informationsblätter des Bruchköbeler Bürgerinfo präsentieren.

Informationen zum Trinkwasser in Bruchköbel

Stand Juni 2001

Kalk im Wasser ist gesund !

Mal angenommen, wir fragten einen kompetenten
Mediziner, was er über hartes, kalkhaltiges Wasser zu sagen hat. Seine
Antwort würde mit ziemlicher Sicherheit positiv ausfallen: Insbesondere
hartes, kalkhaltiges Trinkwasser ist gesund ! Der Grund ist, dass
kalkhaltiges Wasser wichtige Mineralien enthält und eigentlich etwas
ganz natürliches ist. Die Wasser-"härte" ist nichts anderes als ein
Sammelbegriff für die beiden lebenswichtigen Mineralien Kalzium und
Magnesium. Enthält das Trinkwasser viel Kalzium und viel Magnesium,
dann spricht man von hartem Wasser, wenn das nicht vorhanden ist, dann
haben wir es mit weichem Wasser zu tun. Das Regenwasser nimmt seinen
Weg durch den Boden und sammelt sich schließlich als Grundwasser,
angereichert durch zahlreiche natürliche Mineralstoffe aus den
verschiedensten Untergrundschichten. Weil sich allerdings geologisch
die Bodenschichten in verschiedenen Trinkwassergewinnungsgebieten
unterscheiden wird zwangs-läufig auch der Härtegrad des Wassers überall
anders ausfallen.

Wann droht Kalksteinbildung ?

Die Antwort ist ganz einfach: Kalk- oder Kesselstein in
nennenswertem Umfang fällt immer nur dann an, wenn Wasser über 60° erhitzt wird.
Deshalb ein wichtiger Tipp: Wenn Sie verhindern wollen, dass Boiler,
Waschmaschinen oder Warmwasserbereiter verkalken, dann sollten Sie einfach das
Wasser beim Waschen oder beim Geschirrspülen nicht zu stark erhitzen. Für einen
Großteil der Wäsche zu Beispiel reichen Wassertemperaturen bis maximal 60°
vollkommen aus. Und Ihren Warmwasserbereiter sollten Sie einfach auf
"Energiesparstufe" stellen.

Die richtige Waschmitteldosierung hilft !

Für die richtige Waschmitteldosierung ist es wichtig zu wissen,
welchen Härtegrad Ihr Wasser hat. Keineswegs sollte man glauben,"viel hilft
viel". Dosieren Sie exakt so viel, wie auf Ihrer Waschmittelpackung angegeben
ist. Verwenden Sie zu viel, schädigen Sie nicht nur das Gewässer sondern
möglicherweise auch Ihre Kleidungsstücke. Dosieren Sie jedoch zu wenig, dann
wird sich Kalk in der Waschmaschine niederschlagen. Deshalb ist es wichtig die
entsprechenden Härtegrade innerhalb der Stadt Bruchköbel bei der
Waschmitteldosierung einzuhalten.

Die Trinkwasserhärte in Bruchköbel beträgt gegenwärtig Härtebereich 4 (über 21 ° dH)

Tipps zum sinnvollen Umgang mit Trinkwasser

  • Jeder von uns braucht im Durchschnitt täglich 130 l Trinkwasser.
  • Jeder kann seinen Beitrag zum Gewässerschutz leisten, in dem er mit unseren Ressourcen verantwortungsbewusst umgeht.
  • Da wir kein neues Wasser produzieren können, sondern es immer wieder in den natürlichen Kreislauf zurückgeben, bleibt unser Süßwasser über Jahrtausende hin immer das gleiche. Es wird lediglich von der Natur immer wieder frisch aufbereitet.
  • Lecksuche: Die meisten Wasserleitungen sind auf Grundstücken und in Häusern nicht zu sehen. Undichtigkeiten findet man deshalb erst dann, wenn alle Verbrauchsstellen geschlossen sind, und dann am Zähler beobachtet werden kann, ob dieser trotzdem weiter läuft. Wer diese einfache Kontrolle regelmäßig vornimmt, kann sehr leicht und frühzeitig einen möglichen kostspieligen Schaden rechtzeitig erkennen.
  • Mit Durchflussbegrenzern kann die Wassermenge die pro Minute durch den Hahn oder den Duschkopf fließt gesenkt werden. Dem Wasser wird mehr Luft beigesetzt ohne dass der Komfort darunter leidet. Allerdings muss einschränkend erwähnt werden, dass Durchlauferhitzer oder drucklose Speicher nicht mit Begrenzern ausgerüstet werden können.
  • Mit Einhandmischern kann das wasserverschwenderische Hin und Her beim Mischen der Temperatur ausgeschlossen werden. Bei Neuinstallation sollten deshalb auf jeden Fall diese Mischer Verwendung finden.
  • Mehr wie 20 % des täglichen Wasserbedarfs schlucken Abwasch und Waschmaschine. Deswegen sollte beim Kauf eines neuen Gerätes immer auf die Höhe des Wasserverbrauches geachtet werden. Gemäß EU-Normen sind alle Geräte mit einem leicht verständlichen Energielabel versehen, auf dem diese Daten vermerkt sein müssen.
  • Unmengen von kostbarem Trinkwasser werden für die Toilettenspülung täglich verbraucht. Deshalb sollte eine Spül-Stopp-Taste an jedem Spülkasten selbstverständlich sein. Noch besser wäre dann zusätzlich die Nutzung von Regenwasser zur Toilettenspülung. Dieses Wasser fällt kostenlos vom Himmel und kann zum Spülen von Sanitäranlagen bedenkenlos verwendet werden.
Stadt Bruchköbel