Stadtwald

Der kommunale Stadtwald der Stadt Bruchköbel umfasst die östliche Hälfte des Waldgebietes zwischen Bruchköbel und der Autobahn. Im Stadtwald befindet sich die Freizeitanlage Dicke Eiche mit Spielplatz und Teichanlage. Buchungen der Anlage zu privaten Nutzungen sind über die Finanzabteilung der Stadt Bruchköbel möglich. An der "Dicken Eiche" beginnt ein Waldlehrpfad, der in der Abfolge verschiedene Baumarten darstellt und beschreibt und etwa auf halber Strecke Lehrtafeln über die Zusammenhänge der Naturfunktionen im Wald Aufklärung gibt. Der Rundkurs des Lehrpfades endet wieder an der "Dicken Eiche", wo er mit einer Informationswand und vier Schautafeln begonnen hat.

 

Ein Trimm-Parcours ermöglicht auf dem Wegenetz des Waldes sportliche Betätigung für jedermann, ohne dass dafür besondere Vorkenntnisse nötig sind. Informationstafeln beschreiben die verschiedenen Übungen und dazugehörende Geräte sind auf Groß und Klein abgestimmt. Fitness und Natur sind im Stadtwald somit leicht vereinbar. Verschiedene Läufergruppen sind auch häufig sowohl im Staatswald als auch im Stadtwald unterwegs, Informationen dazu gibt die Vereinsliste der Stadt Bruchköbel.

 

Brennholz, Holzlesescheine und Abfuhrerlaubnisse erhalten Sie jeweils direkt beim Revierförster. Die Bereitstellung von fertigem Brennholz musste jedoch aus Kostengründen mit Beginn des Jahres 2005 eingestellt werden. Es gibt jedoch eine Vielzahl von privaten Anbietern in Bruchköbel und in Ortsteilen, zu denen Sie Herr Schwarzer gern auf Anfrage vermittelt.

 

Der Revierförster für den Stadtwald Bruchköbel ist Herr Koch, Tel. 06181/492120. In dringenden Fällen können Sie den Revierförster auch über die Handy-Nr. 0175/5726517 erreichen.

 

Beachten Sie bitte, dass der Staatswald vom Forstamt Wolfgang verwaltet wird. Der Revierförster ist hier Herr Heilmann. Sie können ihn über das Forstamt Wolfgang, Tel. 06181/95019-0, erreichen.

Richtiges Verhalten in Wald und Feld

Längst ist es wieder soweit. Die sogenannte Setz- und Brutzeit ist in vollem Gange. Mit den Märzhasen hat es begonnen und spätestens seit Anfang Mai liegen die ersten Vogeleier in den Nestern, und im hohen Gras des beginnenden Juni ducken sich bereits die Rehkitze und verharren regungslos in der Hoffnung, dass sie nicht aufgestöbert werden. Alle wildlebenden Tiere bedürfen dringender Ruhe und besonderen Rücksichtnahme, um sich jetzt intensiv der gesunden Aufzucht ihres Nachwuchses widmen zu können. Sie reagieren auf Störungen jeglicher Art weit empfindlicher als in den übrigen Jahreszeiten.

 

Deshalb ist es besonders wichtig, dass die wildlebenden Tiere so wenig wie möglich durch Menschen gestört werden, damit dieser sich auch in den kommenden Jahren noch an dem jetzigen Nachwuchs erfreuen kann.

 

Darum ist es wichtig und dringend geboten und eine herzliche Bitte an alle Spaziergänger in Wald und Flur

  • nur die ausgewiesenen Wege in Feld und Wald benutzen,
  • keine Abkürzungen durch das Unterholz oder Deckung nehmen,
  • die Haustiere an der Leine führen,
  • Kontakte von Haustieren mit freilebenden Tieren vermeiden,
  • Hetzen und Stöbern der Haustiere konsequent unterbinden,
  • tote Wildtiere nicht berühren, sondern umgehend den Fund an die zuständige Stelle (Polizei, Jagdpächter, Veterinäramt) melden,
  • ausgelegte Impfköder zur Tollwutbekämpfung liegen lassen.

Achtung Tollwut!

In unserer Region besteht zurzeit für Mensch und Tier akute Tollwutgefahr. Dies ist keineswegs nur eine Angelegenheit des heimischen Haar- und Federwildes.

 

Die Tollwut ist eine heimtückische Infektionskrankheit, die durch Speichelinfektion von Tieren auf den Menschen übertragen wird. Diese Krankheit ist sehr gefährlich und darf nicht unterschätzt werden. Der Verlauf der Krankheit kann tödlich sein.

 

Zum Zwecke der Tollwutbekämpfung wurden daher wieder sogenannte Impfköder per Flugzeug oder per Hand in den betroffenen Gebieten ausgebracht, um ein weiteres Ausbreiten der Tollwut zu verhindern. Darum seien Sie äußerst vorsichtig, wann ein solcher Gegenstand von Ihrem Hund gefunden wird. Verhindern Sie unbedingt, dass der Impfköder aufgenommen wird. Es ist deshalb notwendig und im eigenen Interesse der Tierhalter, auf ein Freilaufen der Haustiere zu verzichten. Leider ist unter Hundehaltern immer noch der Irrglaube verbreitet, dass die Tollwutimpfung ihres Hundes Sie von der Problematik dieser gefährlichen Infektionskrankheit schützt. Leider wird dabei vergessen, dass die Infektion mit dem Speichel übertragen werden kann, der sich zwangsläufig bei einem Kontakt eines freilaufenden Hundes mit infizierten Wildtieren im Fell niederschlägt. Diejenigen Personen, die den Hund anschließend anfassen, Kinder, die ihn streicheln und der Personenkreis, der mit Ihnen in einem engen Wohnumfeld lebt, sind dabei besonders gefährdet.

 

Jeder Bürger sollte daher im Feld und Wald seinen Hund angeleint lassen. Er schützt damit nicht nur Natur und Wildtiere bei der jetzigen Aufzucht, sondern auch seine eigene sowie die Gesundheit seines Haustieres.

Stadt Bruchköbel