
Ein Ziel der städtischen Kindertagesstätten in Bruchköbel ist es, Eltern in Erziehungsfragen zu unterstützen und zu begleiten und gemeinsam mit ihnen die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder zu fördern. Gesprächsrunden mit fachlicher Betreuung durch einen externen Psychologen oder Pädagogen zu Erziehungsfragen werden in einzelnen Einrichtungen bereits angeboten. Die Nachfrage der Eltern nach diesen Gesprächskreisen ist groß. Der Austausch mit anderen Eltern und die Möglichkeit, sich fachlich zu informieren, stellt eine wichtige Hilfe in Erziehungsalltag dar.
Kinder in Bruchköbeler Kindereinrichtungen bereiten sich über die ganze Kindergartenzeit auf die weiteren Schritte ins Leben vor. Jedes Kind wird entsprechend seiner Fähigkeiten begleitet und gefördert. Am Ende der drei Jahre Kindergartenzeit, mit seinen vielfältigen Lern- und Erfahrungsfeldern, gehen die Kinder gut vorbereitet in ihren nächsten Lebensabschnitt. Besondere Ausflüge und natürlich die beliebten Kindergartenübernachtungen für Schulanwärter runden die Kindergartenzeit ab.
Die Zusammenarbeit mit den Eltern wird in allen unseren Einrichtungen großgeschrieben. Vom Kindergartenfest bis hin zur eigenen Kindergartenzeitung gestalten die Eltern gemeinsam mit den Erziehern den Kindergartenalltag. Die Beziehung zwischen Eltern und Erziehern ist ein zentraler Punkt für eine positive Kindergartenzeit. In unseren Einrichtungen bemühen wir uns auch im pädagogischen Bereich um einen offenen und kooperativen Austausch mit den Eltern. Die Erzieher informieren in die Eltern über die Fortschritte der Kinder. Bei besonderen Anlässen oder wichtigen Veränderungen im Leben der Kinder sollten zusätzliche Gesprächstermine vereinbart werden und über eine bestimmte Dauer fortgesetzt werden.
Unsere Einrichtungen arbeiten zusätzlich mit freien Anbietern um ihr Programm zu erweitern. Nicht nur für berufstätige Eltern stellen die Kurse in den Einrichtungen eine sinnvolle Ergänzung zum normalen Kindergartenangebot dar. Englischunterricht findet in fast allen Kitas statt. Auch besuchen Vorlesepaten regelmäßig alle Kindereinrichtungen und bereichern die Vormittage durch ihre mitgebrachten Geschichten. Einzelne Einrichtungen bieten Kunstkurse durch eine externe Kunstpädagogin an. Auch Yoga oder eine Rückenschule für Kinder wird mit Erfolg angeboten. Die Kurse kommen durch Elterninitiative in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Kursleitern und er Kindergartenleitung zustande. Interessierte Kursleiter können sich zudem bei der Stadt bewerben. Die Kosten tragen die Eltern. In besonderen Fällen können Kosten aus dem Stiftungsfonds des Fritz-Hofmann- Hilfsfonds bestritten werden.
Die Einrichtungen arbeiten stark gemeinwesenorientiert – örtliche Betriebe und Einrichtungen, der Wald, der See, die Bibliothek, der Bauernhof, die Feuerwehr, ein Fitnesscenter sind feste Bestandteile der Projektthemen und des Ausflugs-programms. Spannend sind auch die heimischen Gärtnereien oder der Besuch in der Backstube. »Cool« finden die Kinder den Naturgarten der Familie Goy. Und: wer ein Kartoffelfeuer auf dem Acker der heimischen Bauern – etwa beim »Opa Schäfer«- erlebt hat, der kann was erzählen. Aber auch außerhalb der kleinen Welt gibt es viel zu entdecken. Weitere Ziele: ein Bankenturm in Frankfurt, das Städel, eine Buchbinderei, Schloss Kranichstein, die Fasanerie, das Puppentheater in Steinau oder die Märchenfestspiele in Hanau. Dauert die Kindergartenzeit wirklich nur drei Jahre?
Wichtiger Bestandteil der pädagogischen Arbeit ist die Kleingruppen- bzw. Projektarbeit. Die natürliche Freude der Kinder am Entdecken und Lernen wird hier gezielt gefördert. Die Kinder können Erfahrungen sammeln indem sie experimentieren, forschen, spielen und so entsprechend ihrer persönlichen Entwicklung neue Fähigkeiten erlernen. Hierbei erleben die Kinder Erfolg und lernen wie Kommunikation zu unterschiedlichsten Partnern funktioniert – dies stellt eine grosse Chance für das Erlangen und Festigen des kindlichen Selbstbewußtseins dar.
Der natürliche Bewegungsdrang der Kinder wird in allen Kindereinrichtungen Bruchköbels gefördert. Die Einrichtungen verfügen über große Aussengelände, die zum Teil dicht und kindgerecht bewachsen sind. Das freie Spiel in den Gärten der Kindereinrichtungen ermöglicht es den Kindern, sich motorisch zu erproben, auf kleine Erkundungsgänge zu gehen und sich auszutoben. Waldtage und Naturprogramme vermitteln den Kindern zudem das Wahrnehmen ihrer Umwelt und das Leben in der freien Natur. Eigens dafür angelegte Beete der Kinder, sorgen besonders zu bestimmten Jahreszeiten für Interesse am Wachsen und Gedeihen der Pflanzen. Ideal gelegen, an Feldern und Wiesen, können die Kindereinrichtungen zudem Ausflüge in die Natur ohne lange Wege starten. Unterstützt durch den Förster und andere Fachleute – z.B. dem »Grünen Klassenzimmer« vom Umweltzentrum Kinzigaue sowie den heimischen Obst- und Gartenbauvereinen lernen die Kinder viel über die Tiere und Pflanzen in der Region.
