Grünflächen

Die Stadt Bruchköbel unterhält eine Vielzahl von innerstädtischen Grünflächen. Dies reicht von der großen Parkanlage bis hin zur kleinen Grünfläche als Begrenzung eines Straßenparkplatzes. Weiterhin unterhält die Stadt Bruchköbel eine große Anzahl von außerstädtischen Grünflächen, überwiegend Feldholzinseln, Schutzgebiete und Flächen für Naturschutzmaßnahmen. Dazu gehört auch eine Vielzahl von Streuobstwiesen und eine Reihe von Ackerrandstreifen im Flurbereinigungsverfahren Roßdorf.

Bei der Begrünung in Baugebieten schreibt inder Regel der modernere Bebauungsplan bereits die geforderten Baum- undStraucharten vor. Auch wird hier für jedermann sichtbar dargelegt,welche Anzahl von Bäumen und Sträuchern vorgeschrieben sind. Oftmalsist dort festgelegt, wo Gehölzstreifen an der Grundstücksgrenze inwelcher Breite anzulegen sind. Auch die jeweiligen Gehölzsorten werdendann vorgeschrieben. Ebenso verhält es sich bei hochstämmigen Bäumenauf den Privatgrundstücken. Die meisten Bebauungspläne schreibenmittlerweile einen oder zwei Bäume einer bestimmten Sortenwahl alsPflanzung auf der Fläche vor. Im Regelfall gilt:

Grundstücke, die zur offenen Feldflur hin enden,sind auf dieser Seite mit einem Gehölzsaum einzugrünen. Doch Vorsicht!Bei Neuanpflanzungen auf Grundstücken, wie dies in Baugebieten der Fallist, sind Grenzabstände wichtig. Eine Nichteinhaltung der im Hessischen Nachbarrecht vorgeschriebenen Grenzabständezieht nach einiger Zeit, wenn die Gehölze an Umfang gewinnen,Nachbarstreitigkeiten nach sich. Deshalb ist es sehr wichtig, bereitsbei der Planung die richtigen Abstände einzuhalten. Bedenken Sie bitte,dass Grenzabstände nach fünf Jahren verjähren! Wenn dann ein bis zudiesem Zeitpunkt noch kleines Bäumchen sich später zum riesigen Baumentwickelt, sind Ansprüche auf Grenzabstände nicht mehr durchsetzbar.Deshalb sollte jeder Bauherr vor der Umsetzung seiner Grünplanung inder folgenden Tabelle die gültigen Grenzabstände ermitteln undentsprechend handeln. Sollten Sie Ihre spezielle Baumart in denAuflistungen nicht finden, muss eine verwandte Art zum Vergleichherangezogen werden. Im Zweifelsfall fragen Sie in Ihrer Baumschulenach, ob es sich um starkwachsende oder sehr starkwachsende Bäumehandelt.

Obstbau-Fachwarte bei der Stadt Bruchköbel

In den letzten Jahren hat die Stadt Bruchköbel eine ganze Reihe neuer Streuobstwiesen in den Gemarkungen angelegt. Meist waren es Hochzeitspflanzungen junger Ehepaare in Bruchköbel, die mit den Baumpflanzungen ein Zeichen setzen wollten. Dies hat mittlerweile dazu geführt, dass in den Gemarkungen der Stadt Bruchköbel eine Vielzahl neuer Streuobstwiesen heranwachsen und bereits das erste Obst geerntet werden kann. Doch Streuobstbäume benötigen regelmäßigen Baumschnitt. Daher ist die Stadt Bruchköbel schon vor einiger Zeit mit Weitblick daran gegangen, geeignete städtische Mitarbeiter des Bauhofes für diese Zukunftsaufgaben zu qualifizieren. Zwei städtische Gärtner des Bauhofs - Herr Marcel Schneider und Herr Martin Körbel – konnten nun nach einer ganzen Reihe von Lehrgängen das begehrte Zertifikat entgegennehmen. Die Stadt Bruchköbel besitzt nun in den eigenen Reihen zwei qualifizierte "Obstbau-Fachwarte". Bei der Hessischen Gartenakademie in Geisenheim drückten die beiden gelernten Gärtner nochmals die Schulbank und wurden nicht nur in der Theorie der Obstbaumpflege, sondern auch in der Praxis von Schnittmaßnahmen an Spindel, Busch und Hochstamm ausgebildet. Auch die Behandlung von Schadsymptomen an Obstgehölzen, Schadursachen und Bekämpfungsmaßnahmen wurden theoretisch vermittelt und praktisch gelernt. Über Düngung, Bodenpflege, Befruchtungsverhältnisse, Sortenwahl bis hin zur Veredlung von Obst- und Ziergehölzen wurde die gesamte Brandbreite sowohl theoretisch, als auch in der praktischen Unterweisung vermittelt. Die frisch gebackenen "Obstbau-Fachwarte" werden nun die in vielen Einzellehrgängen erworbenen Zusatzqualifikationen nutzbringend für die Stadt Bruchköbel anwenden. Dies soll in der Zukunft dazu führen, dass die Streuobstwiesen nicht nur dem Naturschutz ein zu Hause bieten, sondern auch konkreten Ertrag erbringen, so dass die vielen
Hochzeitspaare der letzten Jahre Äpfel, Birnen, Kirschen und Zwetschgen von ihrem eigenen Hochzeitsbaum ernten können. Dass natürlich auch die städtische Personalplanung bereits im Vorfeld die neuen "Obstbau-Fachwarte" arbeitstechnisch für die Gehölzpflege in der Gemarkung freigestellt hat, versteht sich von selbst. Allen Hochzeitspaaren empfiehlt die Stadtverwaltung sich doch im Sommer des Jahres ihr Bäumchen (falls sie es nicht sowieso tun) nochmals anzuschauen, um bei evtl. Beschädigungen, oder Schädlingsbefall kurzfristig mit der Stadtverwaltung unter Telefon 975-289 in Verbindung zu treten, damit die Streuobstflächen künftig immer auf einem optimalen Stand sind. Die Bedenken mancher Bürger, dass viel gepflanzt wird und hinterher kümmert sich niemand mehr darum, sind in Bruchköbel unbegründet. Hier macht man sich bereits jetzt Gedanken über die Streuobstpflege in den kommenden Jahrzehnten.

Stadt Bruchköbel