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Tiefe Einblicke gewährte Hatice Zülküflü die ein Referat für das Frauenforum International über ihr bisheriges Leben als alevitische Kurdin in Deutschland hielt. Schon als Kind musste sie früh lernen was es heißt Verantwortung zu übernehmen. Das anfangs wohlbehütete Leben in Deutschland änderte sich schlagartig als ihre Eltern beschlossen sich zu trennen und der Vater die Entscheidung fasste mit seinen Kinder zurück in die Türkei zu gehen. Am Flughafen angekommen, wurde der Vater gleich verhaftet und Hatice musste erkennen, was es heißt nicht willkommen zu sein. Ohne die Hilfe ihres Onkels hätte sie damals wohl die Zeit nicht überstanden. Nachdem der Vater dann wieder aus dem Gefängnis entlassen wurde, aber die Anfeindungen nicht aufhörten, fasste die Familie den Entschluss wieder nach Deutschland zurückzukehren. Hier begann dann ein neues Martyrium. So lebten sie 16 Jahren mit dem Aufenthaltsstatus einer Duldung in Deutschland. Was bedeutete, dass sie jederzeit sehr kurzfristig abgeschoben werden konnten. Dank der Unterstützung ihrer damaligen Gemeinde Rodenbach, hat sie heute ein Bleiberecht in Deutschland und fühlt sich mittlerweile zu Hause und angekommen. So studiert sie Internationale Betriebwirtschaftslehre in Fulda und zieht in Betracht die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen. Abgerundet wurde ihr Vortrag mit zwei wunderschönen alevitischen Liedern, dargeboten auf einer Saz.
